Diamond - die Krönung echter Handarbeit
Aktualisiert: 3. Sept.
Manche Köder fangen Fische. Andere erzählen eine Geschichte.
Die Diamond-Serie von Pearllure gehört zur zweiten Kategorie. Sie steht für kompromisslose Handwerkskunst, höchstmögliche Präzision und die Leidenschaft, aus einem außergewöhnlichen Naturmaterial etwas Einzigartiges zu schaffen.
Ihr unverkennbares Merkmal ist der von Hand geschliffene Dachschliff, der sich über die gesamte Länge des Köders zieht. Dieser präzise Grat verleiht der Diamond-Serie ihren Namen und sorgt für ein faszinierendes Lichtspiel, das die natürliche Schönheit des Perlmutts eindrucksvoll zur Geltung bringt.
Was einfach aussieht, gehört in Wahrheit zu den anspruchsvollsten Arbeiten der gesamten Fertigung. Jeder einzelne Dachschliff entsteht freihändig, ohne Schablonen oder Führungen. Über die komplette Länge einen möglichst geraden, gleichmäßigen Grat zu schleifen, verlangt jahrelange Erfahrung, höchste Konzentration und viel Fingerspitzengefühl. Bereits kleine Abweichungen stören das Gesamtbild – Perfektion lässt sich hier weder erzwingen noch verstecken.
Deshalb beginnt die Qualität eines Diamond-Köders lange vor dem ersten Schleifgang. Verarbeitet werden ausschließlich ausgesuchte Perlmuttrohlinge, deren Materialstärke, Struktur, Farbgebung und Reinheit den hohen Anforderungen gerecht werden. Nur die besten Stücke eignen sich für diese besondere Fertigungsweise.
Ein weiteres Detail, das den Unterschied macht, sind die eingelassenen Ösen. Sie werden nach dem Einsetzen bündig verschliffen und fügen sich nahtlos in den Köder ein. Das Ergebnis ist eine elegante, harmonische Optik und eine Verarbeitung, die höchsten Ansprüchen gerecht wird – bis ins kleinste Detail.
Die Diamond-Serie ist in den Farben Brienzlig, Jade, Calcit, Citrin, Onyx und dem exklusiven Golden Eye erhältlich. Ganz selten auch in Rubin oder Goldfish. Jedes Material besitzt seinen eigenen Charakter und macht jeden Köder zu einem echten Unikat. Die Höhe des Grates hängt von der Muschelsorte und der Stärke des Rohlings ab.
Gefertigt werden Diamond-Köder in Längen von bis zu ca. 13 Zentimetern. Größere Exemplare sind nur selten realisierbar, da ausreichend starke und gleichzeitig makellose Rohlinge kaum verfügbar sind. Mit zunehmender Größe steigt zudem das Risiko natürlicher Einschlüsse, Wurmlöcher oder feiner Schichtungen, welche die Stabilität und Qualität beeinträchtigen können.
Ein Diamond-Köder entsteht nicht am Fließband und nicht unter Zeitdruck. Er entsteht Schritt für Schritt – mit Geduld, Erfahrung und dem Anspruch, etwas zu erschaffen, das nicht nur erfolgreich fischt, sondern auch die Schönheit eines der faszinierendsten Naturmaterialien der Welt widerspiegelt.
Der Diamond ist mehr als ein Köder. Er ist ein Statement für kompromisslose Qualität, echte Handarbeit und die Liebe zum Detail.

Die Geschichte des Diamond
Jede aussergewöhnliche Handwerkskunst hat ihren Ursprung – und die Geschichte des Diamond beginnt lange vor Pearllure, denn hinter ihm verbirgt sich ein faszinierendes Stück Schweizer Ködergeschichte der Nachkriegsjahre.
Die Wurzeln des Diamond reichen weit zurück in die 1940er Jahre – und führen nach Emmenbrücke bei Luzern (Nicht zu verwechseln mit "Diamond Suisse", ebenfalls eine ehemalige Perlmuttmanufaktur aus Emmenbrücke). Dort befand sich einst die legendäre Firma Lemax, gegründet von Max Lehmann Senior. Über Jahrzehnte hinweg genossen die Perlmuttköder von Lemax weit über die Landesgrenzen hinaus einen hervorragenden Ruf. Ihre meisterhaft gefertigten Köder, oft in Kombination mit Metall und aufwendig veredelten Oberflächen, gelten bis heute als Meilensteine des traditionellen Köderbaus. Bei Sammlern heute noch sehr hoch im Kurs, schmücken sie so manche Vitrine auf der nördlichen Hemisphäre.
Irgendwann in den 1940er Jahren erhielt Lemax den Auftrag eines Kunden einen Diamond zu schleifen. Er bestellte den wahrscheinlich ersten Perlmuttköder mit dem charakteristischen Dachschliff – den heute als Diamond bekannten Köder. Der Auftrag wurde ausgeführt und bezahlt, doch der Kunde holte sein Schmuckstück niemals ab.
Dieses einzigartige Original blieb erhalten und gelangte Jahrzehnte später – in die Sammlung meines Freundes Michael Stoll in Luzern, der ein privates Lemax-Museum aufgebaut hat. Dort kann der historische Diamond bis heute bestaunt werden. Als ich dieses außergewöhnliche Stück zum ersten Mal in den Händen hielt, war mir sofort klar: Diese fast vergessene Handwerkskunst verdient es, eines Tages weitergeführt zu werden.
Mit großem Respekt vor der Arbeit von Max Lehmann und der Geschichte von Lemax entstand schließlich meine eigene Interpretation des Diamond. Nicht als Kopie, sondern als Hommage an eine Schweizer Handwerkskunst, die beinahe verloren gegangen wäre.
Jeder Diamond von Pearllure trägt deshalb nicht nur die Schönheit des Perlmutts in sich, sondern auch ein Stück Schweizer Ködergeschichte.
Ohne die Innovationskraft von Max Lehmann und Lemax gäbe es den Diamond, wie wir ihn heute kennen, vermutlich nicht.
Es erfüllt mich deshalb mit besonderem Stolz, diese nahezu vergessene Handwerkskunst in meiner eigenen Werkstatt weiterführen zu dürfen.
An dieser Stelle geht auch ein besonderer Dank an Markus Pfefferli, der mich 3 Jahre vergeblich zu motivieren versuchte, das Thema Diamond weiterzuführen. Im vierten Jahr ist es ihm dann gelungen 😉
Ein grosses Danke auch an Michael Stoll für das Foto des «Original Diamond». Wer Interesse hat das wohl umfangreichste Perlmuttködermuseum der Welt zu besuchen, darf sich gerne bei mir melden.






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